Schlagwort-Archiv: Twitter

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45 Tipps für mehr Erfolg in Social Media

Der größte Teil der deutschen Banken ist mitterweile auf Social Media-Kanälen wie Facebook, Google+, Twitter & Co. präsent.1 Vor wenigen Tagen berichtete Faktenkontor zudem, dass die Wahrnehmung der Beiträge von Banken und Versicherungen in den sozialen Medien im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen hat. Dennoch kann es nicht befriedigen, wenn acht von zehn Social-Media-Nutzern die Angebote der Finanzdienstleister nicht einmal bemerken. Weiterlesen

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Finanzdienstleister 2.0: Frankfurt School-Konferenz in Hamburg

Die Konferenz „Finanzdienstleister der nächsten Generation“ des Frankfurt School Verlages geht in die zweite Runde. Frankfurt School-Konferenz 2.0 sozusagen. Während die erste Konferenz im März dieses Jahres noch am Stammsitz der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main stattgefunden hat, wird sie mit der Version 2.0 nun im Frankfurt School Studienzentrum in Hamburg fortgesetzt. Weiterlesen

Timing-Strategien für Facebook, Twitter & Co.

facebook-like-76535_640Die Anzahl der Fans und Follower wird häufig auch heute noch als die wichtigste Kennzahl für Facebook-Seiten, bzw.  Twitter-Accounts angesehen. Die bedeutendere Frage ist jedoch, ob die über soziale Medien verbreiteten Botschaften überhaupt bei den Usern ankommen und welche Interaktionen damit erreicht werden. Hier entscheidet zum einen natürlich die Qualität der angebotenen Inhalte. Nicht weniger wichtig ist allerdings auch das richtige Timing. Weiterlesen

Twitter-Radar: Direktbanken ernten weniger Kritik

Twitter Radar

Twitter ist die Anwendung im Social Web, über die Kunden am häufigsten ihre Kritik an Banken verbreiten.1 Um zu erfahren, was Kunden im Internet über das eigene Institut äußern, sollte ein Monitoring von Twitter für Banken also allerhöchste Priorität haben.

Doch wodurch entsteht eigentlich die Kritik der Bankkunden, die in eine negative und öffentliche Mundpropaganda bei Twitter münden kann? Weiterlesen

Bank-Twitter-Promotion mit Jahrmarkt-Effekt

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Bedingungen der Rakbank-Twitter-Aktion (bitte klicken)

„Jedes zehnte Los gewinnt!“ Wer erinnert sich nicht schon seit seiner Kinderheit an diesen Ausruf des Losbudenverkäufers auf dem Jahrmarkt?!  Ähnlich mutet eine Promotionaktion der Rakbank aus dem Emirat Ras Al-Khaimah (VAE) auf Twitter an. Hier heißt es allerdings „jeder 25. Re-Tweet gewinnt“. Die Rakbank verspricht jedem Fünfundzwanzigsten, der ihren Tweet „insure ur car with rakbank & win a lexus #rblexus“ an seine Follwer weiterleitet, einen Dinner-Gutschein. Der virale Effekt dürfte auf Twitter wohl ungleich stärker sein, als damals bei der Kirmes-Tombola.

Der ausgelobte Lexus wird allerdings nicht auch unter der Twitter-Gemeinde ausgelost, sondern nur unter denjenigen, die ganz real bei der Rakbank einen Versicherungsvertrag für ihr Auto abschließen. Ein wenig abgesichert hat sich die Bank zudem auch bei der Twitter-Promotion: Jeder User darf nur ein Los pro Tag ziehen, sorry einen Re-Tweet senden und ab dem zehnten gewonnenen Dinner-Gutschein ist die Aktion auch schon wieder beendet, spätestens aber am 15. Tag der Aktion.

Herzlich willkommen auf dem Twitter-Jahrmarkt!

Bildquelle: eigener Screenshot

Berliner Volksbank goes Social Media

Berliner Volksbank Blog
Screenshot Berliner Volksbank Blog

Das neue Jahr ist nun gerade etwa zwei Wochen alt, da tut sich etwas im Genossenschaftssektor. Bislang war diese Bankengruppe vor allem mit ihren zentralen Verbundinstituten, wie beispielsweise der R+V, sowie kleineren, zum Teil aber sehr aktiven, Primärinstituten, wie der Volksbank Bühl oder aber der spezialisierten Ethikbank im Web 2.0 aktiv.

Mit der Berliner Volksbank wagt sich nun auch die größte regionale Genossenschaftsbank auf die Social Media – Bühne. Ein erster Eindruck.

Lessons learned?

Die Berliner Volksbank hat sich mit ihrem Start in die sozialen Medien vergleichsweise viel Zeit gelassen. Während beispielsweise der regionale Rivale Berliner Sparkasse schon länger auf Facebook & Co. aktiv ist, habe ich solche Aktivitäten meines ehemaligen Arbeitgebers bislang vermisst.

Die jetzige Premiere zu Beginn des Jahres 2011 jedoch wirkt orchestriert, professionell und von längerer Hand geplant. Die Volksbank startet nämlich gleich auf drei Kanälen (mit einem Blog, einem Twitter-Account und einer Facebook-Seite) ins Web 2.0-Zeitalter. Offensichtlich wurde hier das Social Web bereits längere Zeit beobachtet und zunächst an einer Strategie gearbeitet, statt mit einer „trial and error“- Offensive ins Mitmach-Netz zu starten.

Auch wenn die Berliner Sparkasse schon länger ihre Facebook-Seite bespielt, scheint der Erfolg bislang eher bescheiden zu sein. Angesichts der Größe dieses Institutes und seiner Dominanz im Berliner Retailgeschäft sind 1.417 „gefällt mir“ – Klicks doch eher dürftig. Der Vorsprung der Sparkasse ist für die Volksbank also durchaus noch einholbar.

Strahlende Gesichter

Facebook Berliner Volksbank
Screenshot Facebook Berliner Volksbank

Im Gegensatz zur Sparkasse, die visuell auf Facebook mit Berliner Fernsehturm und Weltzeituhr daherkommt, wirkt die neue Seite der Berliner Volksbank sehr viel persönlicher.

Hier kommuniziert man nicht mit einem Turm und einer Uhr sondern mit Menschen aus Fleisch und Blut. Die Bank gibt sich persönlich und zeigt die Menschen und Gesichter hinter der Seite. Das wirkt sympathisch. Lesson learned!

Bleibt zu hoffen, dass diese persönliche Note nun auch in der Online-Kommunikaton mit Kunden, Freunden, aber auch möglichen Kritikern ihren Ausdruck findet. Und dass auch die zweite Lesson gelernt wurde, nämlich dass Social Media nicht nur Senden bedeutet, sondern Dialog und Kommunikation auf Augenhöhe. Dies bleibt abzuwarten, der Anfang ist aber vielversprechend.

Natürlich ist auffällig, dass es sich bei allen Gesichtern der Bank auf Facebook & Co. bislang um Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation bzw. PR handelt. Wünschenswert für die Zukunft wäre ein Corporate Blog, bei dem auch Mitarbeiter zu Wort kommen, die keine Kommunikationsprofis sind.

Der Start der Berliner Volksbank ins Web 2.0 scheint aber insgesamt zunächst recht gut gelungen. Es wird deutlich, dass hier strategisch vorgegangen und aus Fehlern anderer gelernt wurde. Die weitere Entwicklung werde ich interessiert verfolgen.

Artikel-Tipps:

Markenführung in Social Media

Mit Social Media zu mehr Transparenz und Partizipation in Genossenschaftsbanken

Bildquelle: eigene Screenshots

Kritik an Banken im Web 2.0

Bereits vor einiger Zeit hatte die Kommunikationsberatung Faktenkontor darüber berichtet, dass die Deutsche Bank und die Sparkassen im laufenden Jahr 2010 am häufigsten Kritik im Internet einstecken mussten. Eine neue Studie deckt nun auch auf, über welche Kanäle die meiste Kritik an den Kreditinstituten fließt.

60 Prozent der Äußerungen über die Deutsche Bank sind negativ

Banken Kritik
Anteil negativer Äußerungen, Angaben in Prozent Quelle: faktenkontor.de

Der überwiegende Teil der Nutzer des Social Web äußert sich nicht positiv über die Deutsche Bank. Mit knapp 61 Prozent Anteil an negativen Äußerungen führt sie damit die wenig rühmliche Liste an.

An zweiter Stelle liegen die Sparkassen. Mit 51,3 Prozent äußern sich auch bei ihnen mehr Nutzer negativ als positiv. Die Bronzemedaille für Kritikäußerungen geht an die Postbank. Bei ihr überwiegen die positiven Äußerungen nur leicht die negativen. Wirklicher Gewinner ist hingegen die  ING-Diba mit nur 16 Prozent Negativ-Anteil. Die Untersuchung wurde von Faktenkontor mit Hilfe des Monitoring-Tools PRception durchgeführt, wobei neutrale Meinungen nicht mit gewertet wurden.

Twitter ist Kritik-Medium Nr. 1

Eine heute auf PR Professional veröffentlichte neue Untersuchung von Faktenkontor zeigt nun auch die Kanäle auf, über die am häufigsten Kritik an den Banken geäußert wird. Dabei liegt Twitter eindeutig auf Platz eins. 29 Prozent aller Kritik über die Deutsche Bank im Web 2.0 erfolgt alleine über diesen Kanal, bei anderen Banken sind es etwa 20 Prozent. Die Micro-Blogging-Plattform eignet sich offensichtlich für viele User sehr gut dafür, schnell mal Dampf abzulassen. Auf dem zweiten Platz folgt -abgeschlagen- ein Finanzbog, noch dahinter erst Facebook. Die restlichen Beiträge verteilen sich über eine Vielzahl von Portalen, Blogs und Foren.

Banken sollten also ihre oberste Priorität derzeit auf das Monitoring von Twitter legen, wenn sie schnell erfahren möchten, welche Kritik über sie geäußert wird und kurzfristig darauf reagieren wollen.

Quellen: Faktenkontor und PR Professional

Grafik-Quelle: eigene Grafik, Daten von faktenkontor

Banken investieren in Social Media

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BankDie Banken planen auch in Deutschland eine starke Ausweitung ihrer Social Media Aktivitäten. Die Studie Branchenkompass 2010 Kreditinstitute von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F-A.Z.-Institut kommt zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Banken bis 2013 konkret Investitionen in sozialen Netzwerken vornehmen wollen.

Starke Priorität haben den Angaben zu folge bei den Kreditinstituten vor allem berufliche Netzwerke wie LinkedIn und Xing. Etwa ein Drittel der Institute will hier Geld investieren. Neben den beruflichen Netzwerken ist aber auch eine Ausweitung der Präsenz in privaten Social Networks wie StudiVZ oder Facebook geplant. Ein Viertel der Banken will hier künftig verstärkt investieren. Die Nutzung von Twitter als Vertriebsweg wurde von 16 Prozent der Befragten genannt.

Dabei täten einige Institute zunächst einmal gut daran, ihre Twitter-Accounts überhaupt mit Leben zu füllen. Bis zum heutigen Tag bietet beispielsweise das Twitter-Account der HypoVereinsbank ein trauriges Bild: keine einziger Tweet wurde bislang von dort gesendet.

Ausbau der Internetservices

Die Verstärkung des Engagements in Social Media ist Teil einer breit angelegten Vertriebsoffensive. Damit ergänzen sich die Ergebnisse des Branchenkompasses mit denen der Studie Bank und Zukunft 2010 von Fraunhofer IAO, die mir vorliegt. Nach deren Ergebnissen versuchen derzeit viele Banken, durch eine Intensivierung des Kundenmanagements das Vertrauen ihrer Kunden in die Bank und ihre Leistungen zu verbessern. Als eine der wichtigsten Maßnahmen wurde hier die Verbesserung der Kommunikationsqualität genannt.

Vier von fünf Banken gaben in der Fraunhofer-Studie an, die Weiterentwicklung der Services im Internet sei ein zentrales Investitionsfeld im Direktvertrieb ihrer Bank. Etwa 40 Prozent der Befragten planten in diesem Zusammenhang auch den Ausbau des Internetvertriebs zu einer virtuellen Filiale.

Auch wenn Facebook, Xing und Co. bisher noch nicht die Sicherheitsstandards für die Einführung echter Online-Bankdienste, wie beispielsweise Kontostandsabfragen oder Überweisungen erfüllen, hat das Beispiel der ASB Bank gezeigt, dass soziale Netzwerke auch heute schon gut von Banken für die Kommunikation mit Kunden und Interessenten genutzt werden können.

Artikel-Tipp: Markenführung in Social Media (hier im Blog)

Quelle der Angaben zum Branchenkompass: Pressemitteilung

Bild: eigenes Foto

Buchbesprechung / Rezension: Die Ich-Sender. Das Social Media Prinzip

Buch: Die Ich-Sender
Cover "Die Ich-Sender"

Auf dem Buchrücken wirbt der Business Village Verlag verheißungsvoll: „Eines der wohl meistgelesenen Bücher zu Social Media und Web 2.0“.  Die Tatsache, dass vor mir bereits die dritte Auflage dieses Buches liegt, das erst vor etwa einem Jahr erschienen ist, scheint die Beliebtheit das Buches zu bestätigen. Der Amazon-Verkaufsrang ist ebenfalls beeindruckend: Derzeit steht das Buch auf Platz 4 in der Kategorie „Online-Marketing“.

Auch der Autor, Wolfgang Hünnekens, hat einiges an Reputation zu bieten: Gründer des Institute of Electronic Business, Gastdozent für digitale Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und Universität St. Gallen und Mitinhaber der Agentur Publicis Berlin. Eine Menge Vorschusslorbeeren also für dieses Buch und Gründe genug, es einmal etwas näher zu betrachten.

Bereits am Anfang des Buches gibt der Autor dem Leser zwei Versprechungen mit auf den Weg: Wenn er das Buch zu Ende gelesen und die vorgestellten Tipps umgesetzt hat, solle er in der Lage sein, bei der Planung seiner eigenen Social Media Strategie präzise vorzugehen. Kurz darauf wird ihm dann vesprochen, dass sich das Buch nur auf die Highlights des Social Media Marketing beschränken würde.

Um es vorweg zu nehmen: dieses gut 150 Seiten starke Taschenbuch hält sich an das zweite „Versprechen“ und konzentriert sich tatsächlich (nur) auf die wesentlichen Schwerpunkte. Es ist in einer, auch für den Laien, verständlichen Sprache geschrieben und lässt sich leicht und schnell lesen. Dem Neueinsteiger verschafft es ein gutes Verständnis für Social Media, die Kultur des Web 2.0 und erklärt Aufbau und Funktion der wesentlichen Tools. Der Leser erhält einen Überblick über Foren, Newsletter, Communities, Blogs, Twitter und Podcasting.

Sehr angenehm ist auch, dass hier ein deutscher Autor am Werk war. Während  beispielsweise das Buch „Socialnomics“ von Erik Qualman voll von US-amerikanischen Beispielen ist, die der deutsche Leser teilweise eher schlecht nachvollziehen kann, werden für die Beispiele in „Die Ich-Sender“ meist vertraute Unternehmen wie BMW, Volkswagen oder Lufthansa verwendet.

Der Ansatz dieses Buches ist also gar nicht schlecht. Leider ist das Buch aber eben auf nur etwa 150 Seiten im Taschenbuchformat beschränkt. Das Phänomen Social Media ist dafür jedoch viel zu komplex. So werden die meisten Themen leider nur am Rande gestreift, wie beispielsweise auch Crowd Sourcing und Social Newssites. Immerhin für Twitter gibt es einen etwas ausführlicheren „3-Stufen-Plan“ und auch das Thema „Blogger-Relations“ wird etwas intensiver behandelt.

Fazit: Wer sich schon etwas länger mit dem Thema Social Media beschäftigt und bereits das eine oder andere Werk darüber gelesen hat, wird in diesem Buch nicht viel neues finden können. Auch die am Ende dargestellten Tools bringen keine wirklich neuen Erkenntnisse, es handelt sich dabei eher um die üblichen Mainstream-Tools.

Das Buch bietet dem Einsteiger einen Überblick über Social Media und die Web 2.0-Kultur. Nicht mehr und auch nicht weniger. Das Versprechen, danach bereits fit genug zu sein, um eine eigene Social Media Strategie planen zu können, halte ich jedoch für gewagt.

Ob es lohnt, 17,90 Euro für ein (Taschen-) Buch zu bezahlen, das nach dem Lesen mit ziemlicher Sicherheit im Bücherregal verstauben wird, überlasse ich jedem selbst.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich es aus der Bibliothek der UdK ausgeliehen habe und nun auch wieder zurückbringen kann. Das sollte ich auch bald tun, denn derzeit warten immerhin schon fünf (!) Vormerker sehnsüchtig darauf. Noch vor vier Wochen stand es dort einfach im Regal… ein Zeichen, dass das Thema Social Media wohl immer mehr Menschen ansteckt.