Kritik an Banken im Web 2.0

Bereits vor einiger Zeit hatte die Kommunikationsberatung Faktenkontor darüber berichtet, dass die Deutsche Bank und die Sparkassen im laufenden Jahr 2010 am häufigsten Kritik im Internet einstecken mussten. Eine neue Studie deckt nun auch auf, über welche Kanäle die meiste Kritik an den Kreditinstituten fließt.

60 Prozent der Äußerungen über die Deutsche Bank sind negativ

Banken Kritik
Anteil negativer Äußerungen, Angaben in Prozent Quelle: faktenkontor.de

Der überwiegende Teil der Nutzer des Social Web äußert sich nicht positiv über die Deutsche Bank. Mit knapp 61 Prozent Anteil an negativen Äußerungen führt sie damit die wenig rühmliche Liste an.

An zweiter Stelle liegen die Sparkassen. Mit 51,3 Prozent äußern sich auch bei ihnen mehr Nutzer negativ als positiv. Die Bronzemedaille für Kritikäußerungen geht an die Postbank. Bei ihr überwiegen die positiven Äußerungen nur leicht die negativen. Wirklicher Gewinner ist hingegen die  ING-Diba mit nur 16 Prozent Negativ-Anteil. Die Untersuchung wurde von Faktenkontor mit Hilfe des Monitoring-Tools PRception durchgeführt, wobei neutrale Meinungen nicht mit gewertet wurden.

Twitter ist Kritik-Medium Nr. 1

Eine heute auf PR Professional veröffentlichte neue Untersuchung von Faktenkontor zeigt nun auch die Kanäle auf, über die am häufigsten Kritik an den Banken geäußert wird. Dabei liegt Twitter eindeutig auf Platz eins. 29 Prozent aller Kritik über die Deutsche Bank im Web 2.0 erfolgt alleine über diesen Kanal, bei anderen Banken sind es etwa 20 Prozent. Die Micro-Blogging-Plattform eignet sich offensichtlich für viele User sehr gut dafür, schnell mal Dampf abzulassen. Auf dem zweiten Platz folgt -abgeschlagen- ein Finanzbog, noch dahinter erst Facebook. Die restlichen Beiträge verteilen sich über eine Vielzahl von Portalen, Blogs und Foren.

Banken sollten also ihre oberste Priorität derzeit auf das Monitoring von Twitter legen, wenn sie schnell erfahren möchten, welche Kritik über sie geäußert wird und kurzfristig darauf reagieren wollen.

Quellen: Faktenkontor und PR Professional

Grafik-Quelle: eigene Grafik, Daten von faktenkontor

2 Gedanken zu „Kritik an Banken im Web 2.0“

  1. Hallo,

    interessanter Artikel und interessante Daten. Es ist auch sehr bezeichnend oder vielleicht sogar verwunderlich – vielleicht aber auch nicht – das die Online Banken (ING) zumindest von ihren – natürlich überwiegend Online affineren Kunden -aber positiver gesehen werden, als die Banken mit Filialen. Liegt das an geringeren Erwartungen oder wird hier langsam die These widerlegt das Bankberatung nur in der Filiale gut funktioniert.

    gruss Boris

  2. Hallo Herr Janek,

    vielen Dank für den Kommentar und die Überlegungen dazu. Schade ist in dem Zusammenhang eigentlich, dass in der Untersuchung keine Ergebnisse für die Fidor Bank veröffentlicht wurden. Aber die gibt es ja zum Glück an anderer Stelle.

    Im aktuellen Social Media Branchenreport Banken (http://www.social-review.de/) liegt der Anteil der negativen Äußerungen über die Fidor Bank (wenn auch für einen anderen Zeitraum) bei gerade einmal 10,1 %. Damit würde sie sogar noch besser abschneiden als die ING. Kunden von Direkt- bzw. Onlinebanken scheinen also tendenziell zufriedener zu sein als Kunden der Filialbanken.

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