Schlagwort-Archiv: online-marketing

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Was macht virale Kampagnen erfolgreich? Neue Erkenntnisse des Neuromarketing

Es ist wohl der Traum einer jeden Online-Marketing-Kampagne: der VW-Spot „The Force“ wurde seit 2011 bei YouTube fast 60 Millionen Mal angeklickt. Die „Roller Babies“ von Evian schafften es bis heute sogar auf knapp 75 Millionen Aufrufe. Virale Verbreitung macht es möglich. Der Erfolg dieser -und ähnlich erfolgreicher- Kampagnen täuscht allerdings darüber hinweg, dass ein Großteil der online geschalteten Videos gar keine nachhaltige virale Wirkung entfaltet.  Was aber ist es, dass das massive Teilen von Inhalten auslöst? Weiterlesen

Der ROPO-Effekt: Kein Ruhekissen für Filialbanken

Deutsche Bank Filiale KurfürtsendammSeit eine gemeinsame Studie von DB Research (Deutsche Bank Research), GfK und Google im September 2010 den sogenannten ROPO-Effekt für den Finanzsektor vorgestellt hat, scheint er in der Bankenbranche geradezu in aller Munde zu sein. So wird er beispielsweise alleine im ersten Kapitel des jüngst im Bank-Verlag erschienen Buches „Web 2.0 und soziale Netzwerke – Risiko oder strategische Chance?“1 in vier von sechs Beiträgen (!) zitiert. Dies spricht für seine -offensichtlich in der Branche wahrgenommene- große Bedeutung. Doch kann die Zukunft des ROPO-Effekts Filialbanken wirklich beruhigen? Weiterlesen

„Born digital“? – Definition der Generation Y kritisch betrachtet

Die so genannte Generation Y gilt als die erste Generation, die mit digitalen Technologien wie dem Internet aufgewachsen ist. Durch diese Sozialisierung wird ihr ein stark abweichendes Kommunikationsverhalten gegenüber früheren Generationen nachgesagt, weshalb sie im Social Media Marketing eine große Aufmerksamkeit erfährt. Ohne den letztgenannten Aspekt hier betrachten zu wollen, ist es vielmehr die Definition des Alters dieser Generation, die in diesem Artikel kritisch hinterfragt wird. Weiterlesen

Markenführung im Web 2.0

Markenführung im Web 2.0Social Media hat die Wirkungsweise der Markenkommunikation deutlich verändert. Viele Unternehmen fürchten durch Kommentare und Bewertungen ihrer Kunden mehr und mehr die Kontrolle über ihre Marke und ihr Image zu verlieren. Dass das nicht so sein muss, beweist die neue Studie Markenführung im Web 2.0. Wissenschaftlich fundiert zeigt sie auf, dass eine professionelle Markenfühung auch im Zeitalter von Facebook, Twitter & Co erfolgreich ist und gibt dazu strategische und operative Empfehlungen für eine gestärkte Neuausrichtung der Markenführung. Weiterlesen

Google Universal Search Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Im ersten Teil meines Berichts über die eComm-Veranstaltung „Regionale Suchmaschinenoptimierung“ in Berlin wurde die große Bedeutung regionaler Suchergebnisse bei Google deutlich. In diesem zweiten Teil geht es nun um die Chancen, die sich für regionale Unternehmen aus SEO-Maßnahmen für die Google Universal Search ergeben. Er basiert auf einem sehr interessanten Vortrag von Herbert Hartung, Inhaber der SEO-Agentur isa-media. Der Foliensatz seines Vortrages steht am Ende dieses Artikels zum download zur Verfügung.

Google Universal Search

Google ist weiterhin die am meisten verwendete Suchmaschine, sowohl in Deutschland, als auch weltweit. Doch schon längst bestehen die obersten Suchergebnisse (Search Engine Result Pages, kurz: SERP) nicht mehr nur aus den klassischen TOP-Ten-Ergebnissen und  Google Adwords-Anzeigen. Immer häufiger erscheinen vielmehr auch Inhalte anderer Google-Dienste an der Spitze der Suchergebnisse. Es handelt sich dabei um die sogenannte Universal Search von Google. Je nach Art der Anfrage erscheinen dort beispielsweise auch Ergebnisse aus der Google-Bildersuche, Videos oder Angebote aus der Produktsuche.

Bei regionalen Suchanfragen (Beispielsweise „Hotel Berlin“) werden dabei sehr häufig Ergebnisse von Google Places, Googles lokaler Suche, eingeblendet, die mit dem Kartensystem Google Maps verknüpt sind. Nach Angaben von Herrn Hartung ist die Einblendung von Google Universal Search Ergebnissen zwischen November 2008 und Januar 2010 von 15 Prozent auf 45 Pozent gestiegen.

Veränderte Wahrnehmung der Suchergebnisse

Durch die Einblendung von Universal Search Elementen ist die erste Ergebnisseite von Google nicht nur bunter geworden, nein, sie verändert auch die Wahrnehmung des Rezipienten. Suchergebnisse, die sich in der Nähe, also unmittelbar über oder unter den eingeblendeten Bildern oder Videos befinden, erhalten erheblich mehr Aufmerksamkeit als andere Ergebnisse.

Einen noch stärkeren Effekt auf die Aufmerksamkeit hat allerdings die Einblendung der lokalen Karten. Dabei ist zum einen zu berücksichtigen, dass durch die Einblendung einer lokalen Google Map häufig sowieso nur noch die allerobersten organischen Suchergebnisse  ohne weiteres Scrollen im Sichtfeld des Betrachters erscheinen. Die meisten organischen Ergebnisse werden also von der Map auf der ersten Google-Ergebnisseite einfach nach unten verdrängt.

Heatmap Google SERP
Suchbegriff "Friseur Hannover" Quelle: usability.de

Zum anderen zieht die Einblendung der Karte aber vor allem die Aufmerksamkeit sehr stark an. Will heißen: die Suchergebnisse neben der Karte werden von vielen Suchenden besonders intensiv wahrgenommen.

Sehr schön ist dieser Effekt am Beispiel einer Suche nach dem Begriff „Friseur Hannover“ auf der Heatmap rechts zu sehen: Nicht die Karte selbst, sondern die direkt neben ihr platzierten Suchergebnisse ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Eine Platzierung an dieser Stelle bringt also für regionale Anbieter erhebliche Vorteile. Für diejenigen Leser, die an vertieften Ergebnissen zu diesem Thema interessiert sind, empfehle ich die Eye Tracking Studie „Goodbye Golden Triangle“, der auch ich das dargestellte Beispiel entnommen habe. Die Studie kann kostenlos auf der Website von Usability bezogen werden.

Chancen für lokale Anbieter

Um einen der begehrten Plätze neben einer Google Map zu erhalten, ist zunächst die kostenlose Anmeldung des Unternehmens bei Google Places („Branchencenter“) erforderlich. Unbedingt sollten dabei die Angaben im Feld „Kategorie“ wohl überlegt sein, denn sie sind „kriegsentscheidend“. Sie dürfen weder zu allgemein noch zu detailliert sein. SEO-Profi Hartung rät, zwei der von Google vorgeschlagenen Kategorien zu übernehmen und die drei weiteren aus dem eigenen Produktprogramm des Unternehmens zu entwickeln.

Weiterhin sollten bei Google Places möglichst viele Angaben zum Unternehmen gemacht werden. Auch Fotos und Videos bieten sich hierfür an, beispielsweise von Arbeitsproben. Wie schon weiter oben in diesem Artikel erwähnt, ziehen neben der Map auch Bilder und Videos in der Universal Search Aufmerksamkeit auf sich. Im Idealfall sind das dann natürlich die Bilder vom eigenen Unternehmen.

Kundenbewertungen: das Sahnehäubchen

Von besonderer Bedeutung für die Einblendung eines Unternehmens in den Maps sind Bewertungen. Daher sollten Unternehmen sich unbedingt darum bemühen, von ihren Kunden auf Portalen wie Qype, Pointoo oder Stadtbranchenbuch Bewertungen zu erhalten. Nach Hartungs Angaben ist es ironischer Weise nicht einmal erforderlich, dass diese Bewertungen positiv sind. Allein das Vorhandensein von möglichst vielen Bewertungen sollte das Ziel sein, egal ob positiv oder negativ.

Gerade in diesen Bewertungen liegt eine große Chance für lokale Unternehmen, da derzeit noch etwa 80 Prozent der gefundenen Einträge in Deutschland keinerlei Bewertungen vorweisen können.

Artikel-Tipp: Markenführung in Social Media (hier im Blog)

AdobeDer Foliensatz zum SEO-Vortrag von Herbert Hartung steht hier als pdf zum download bereit.

Ein aktueller Artikel zur Optimierung des Online-Marketing von Regionalbanken aus der Fachzeitschrift bank & markt (Ausgabe November 2010) mit dem Titel „Online-Marketing besser regionalisieren“ steht zum auf der Seite von Stefan Swertz zum download bereit.

Grafik-Quelle (Google-Logo): findicons

Grafik-Quelle (Heatmap): usabilty.de