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Banking 2.0 – Was würde Google tun?

Am vergangenen Dienstag fand in Hamburg die zweite Konferenz Finanzdienstleister der nächsten Generation des Frankfurt School Verlages statt. Nach den Begrüßungsworten von Prof. Dr. Christian Schulze, Assistant Professor of Marketing der Frankfurt School, machte wie bereits auf der ersten Konferenz im März auch dieses Mal Jens Quadbeck, Industry Leader Finance bei Google, den Auftakt. Diesmal mit der Frage: Banking 2.0 – Was würde Google tun? Weiterlesen

Google Universal Search Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Im ersten Teil meines Berichts über die eComm-Veranstaltung „Regionale Suchmaschinenoptimierung“ in Berlin wurde die große Bedeutung regionaler Suchergebnisse bei Google deutlich. In diesem zweiten Teil geht es nun um die Chancen, die sich für regionale Unternehmen aus SEO-Maßnahmen für die Google Universal Search ergeben. Er basiert auf einem sehr interessanten Vortrag von Herbert Hartung, Inhaber der SEO-Agentur isa-media. Der Foliensatz seines Vortrages steht am Ende dieses Artikels zum download zur Verfügung.

Google Universal Search

Google ist weiterhin die am meisten verwendete Suchmaschine, sowohl in Deutschland, als auch weltweit. Doch schon längst bestehen die obersten Suchergebnisse (Search Engine Result Pages, kurz: SERP) nicht mehr nur aus den klassischen TOP-Ten-Ergebnissen und  Google Adwords-Anzeigen. Immer häufiger erscheinen vielmehr auch Inhalte anderer Google-Dienste an der Spitze der Suchergebnisse. Es handelt sich dabei um die sogenannte Universal Search von Google. Je nach Art der Anfrage erscheinen dort beispielsweise auch Ergebnisse aus der Google-Bildersuche, Videos oder Angebote aus der Produktsuche.

Bei regionalen Suchanfragen (Beispielsweise „Hotel Berlin“) werden dabei sehr häufig Ergebnisse von Google Places, Googles lokaler Suche, eingeblendet, die mit dem Kartensystem Google Maps verknüpt sind. Nach Angaben von Herrn Hartung ist die Einblendung von Google Universal Search Ergebnissen zwischen November 2008 und Januar 2010 von 15 Prozent auf 45 Pozent gestiegen.

Veränderte Wahrnehmung der Suchergebnisse

Durch die Einblendung von Universal Search Elementen ist die erste Ergebnisseite von Google nicht nur bunter geworden, nein, sie verändert auch die Wahrnehmung des Rezipienten. Suchergebnisse, die sich in der Nähe, also unmittelbar über oder unter den eingeblendeten Bildern oder Videos befinden, erhalten erheblich mehr Aufmerksamkeit als andere Ergebnisse.

Einen noch stärkeren Effekt auf die Aufmerksamkeit hat allerdings die Einblendung der lokalen Karten. Dabei ist zum einen zu berücksichtigen, dass durch die Einblendung einer lokalen Google Map häufig sowieso nur noch die allerobersten organischen Suchergebnisse  ohne weiteres Scrollen im Sichtfeld des Betrachters erscheinen. Die meisten organischen Ergebnisse werden also von der Map auf der ersten Google-Ergebnisseite einfach nach unten verdrängt.

Heatmap Google SERP
Suchbegriff "Friseur Hannover" Quelle: usability.de

Zum anderen zieht die Einblendung der Karte aber vor allem die Aufmerksamkeit sehr stark an. Will heißen: die Suchergebnisse neben der Karte werden von vielen Suchenden besonders intensiv wahrgenommen.

Sehr schön ist dieser Effekt am Beispiel einer Suche nach dem Begriff „Friseur Hannover“ auf der Heatmap rechts zu sehen: Nicht die Karte selbst, sondern die direkt neben ihr platzierten Suchergebnisse ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Eine Platzierung an dieser Stelle bringt also für regionale Anbieter erhebliche Vorteile. Für diejenigen Leser, die an vertieften Ergebnissen zu diesem Thema interessiert sind, empfehle ich die Eye Tracking Studie „Goodbye Golden Triangle“, der auch ich das dargestellte Beispiel entnommen habe. Die Studie kann kostenlos auf der Website von Usability bezogen werden.

Chancen für lokale Anbieter

Um einen der begehrten Plätze neben einer Google Map zu erhalten, ist zunächst die kostenlose Anmeldung des Unternehmens bei Google Places („Branchencenter“) erforderlich. Unbedingt sollten dabei die Angaben im Feld „Kategorie“ wohl überlegt sein, denn sie sind „kriegsentscheidend“. Sie dürfen weder zu allgemein noch zu detailliert sein. SEO-Profi Hartung rät, zwei der von Google vorgeschlagenen Kategorien zu übernehmen und die drei weiteren aus dem eigenen Produktprogramm des Unternehmens zu entwickeln.

Weiterhin sollten bei Google Places möglichst viele Angaben zum Unternehmen gemacht werden. Auch Fotos und Videos bieten sich hierfür an, beispielsweise von Arbeitsproben. Wie schon weiter oben in diesem Artikel erwähnt, ziehen neben der Map auch Bilder und Videos in der Universal Search Aufmerksamkeit auf sich. Im Idealfall sind das dann natürlich die Bilder vom eigenen Unternehmen.

Kundenbewertungen: das Sahnehäubchen

Von besonderer Bedeutung für die Einblendung eines Unternehmens in den Maps sind Bewertungen. Daher sollten Unternehmen sich unbedingt darum bemühen, von ihren Kunden auf Portalen wie Qype, Pointoo oder Stadtbranchenbuch Bewertungen zu erhalten. Nach Hartungs Angaben ist es ironischer Weise nicht einmal erforderlich, dass diese Bewertungen positiv sind. Allein das Vorhandensein von möglichst vielen Bewertungen sollte das Ziel sein, egal ob positiv oder negativ.

Gerade in diesen Bewertungen liegt eine große Chance für lokale Unternehmen, da derzeit noch etwa 80 Prozent der gefundenen Einträge in Deutschland keinerlei Bewertungen vorweisen können.

Artikel-Tipp: Markenführung in Social Media (hier im Blog)

AdobeDer Foliensatz zum SEO-Vortrag von Herbert Hartung steht hier als pdf zum download bereit.

Ein aktueller Artikel zur Optimierung des Online-Marketing von Regionalbanken aus der Fachzeitschrift bank & markt (Ausgabe November 2010) mit dem Titel „Online-Marketing besser regionalisieren“ steht zum auf der Seite von Stefan Swertz zum download bereit.

Grafik-Quelle (Google-Logo): findicons

Grafik-Quelle (Heatmap): usabilty.de

Suchmaschinen und lokaler Handel

GoogleRegionale Suchmaschinenoptimierung, beispielsweise für Google, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bereits heute sind schon 30 Prozent aller Suchanfragen in Deutschland  regionaler Natur. Pro Minute wird in Deutschland etwa 32.600 mal bei Google nach lokalen Themen gesucht. 500.000 Menschen bestellen monatlich beispielsweise in Deutschland online Pizza. Diese beeindruckenden Zahlen präsentierte Johannes Huber, Mitarbeiter von Google in Irland, bei seinem interessanten Vortrag „Suchmaschinen und lokaler Handel“ Ende September bei ecomm in Berlin.

Google Universal Search und Google Maps

Zwei Drittel aller lokalen Suchanfragen werden online gestartet, darunter 41 Prozent über eine Suchmaschine und 21 Prozent über Online-Branchenverzeichnisse. Besondere Bedeutung erhält die lokale Suche durch die immer häufigere Einblendung der Universal Search Ergebnisse bei Google sowie die Einblendung der regionalen Google Maps. Diese Suchergebnisse erscheinen meist an sehr prominenter Stelle auf der ersten Seite der Ergebnisse und werden damit als hochrelevant eingestuft. Die Daten dazu generiert Google unter anderem aus der Endung der Domain (.de, .fr, .co.uk), dem Stadtnamen in der Suchanfrage und dem Standort des Computers bzw. Mobiltelefons (IP-Adresse, GPS).

Die Daten für die Ergebisse in Google Maps stammen aus Branchenverzeichnissen, sog. „erweiterten Inhalten“ (dies können Bewertungen, Fotos usw. sein) und anderen Websites. Doch auch der Unternehmer selbst hat einen großen Einfluss auf seine Darstellung in Google Maps. Dazu muss er genaue Angaben über sein Unternehmen in Google Places machen. Wichtig sind dabei vor allem Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Fotos, Videos und natürlich die Angabe der eigenen Website. Sowohl Eintragung als auch Aktualisierung sind kostenlos. Im Dashboard kann der Unternehmer zudem sehen, wie viele User seinen Eintrag gesehen haben und wie sie ihn gefunden haben. Auch dieser Service von Google ist kostenlos. Beispiele und Screenshots hierzu sind auf den Präsentationsfolien zu sehen, die am Ende dieses Artikels heruntergeladen werden können.

Selbstverständlich wies Herr Huber auch noch auf die Möglichkeit (kostenpflichtiger) Google AdWords-Anzeigen mit lokalem Bezug hin. Aber er ist eben Mitarbeiter von Google und da sei es ihm verziehen, wenn er für seinen Arbeitgeber auch noch ein bißchen Werbung macht.

Im zweiten Teil meines Berichts über die Veranstaltung erfahren Sie Tipps von SEO-Profi Herbert Hartung (isa-media GmbH) zur (lokalen) Suchmaschinenoptimierung.

AdobeDer Foliensatz zum Google-Vortrag von Johannes Huber steht hier als pdf-Datei zum download bereit.

Grafik-Quelle (Google-Logo): findicons

eComm-Berlin: Suchmaschinenoptimierung

Vorankündigung:

Ich werde morgen, am Donnerstag, den 30.9.2010 an der eComm – Veranstaltung „Lokale Suchmaschinenoptimierung“ in Berlin teilnehmen.

Laut Veranstalter werden dort auch Experten von GoogleTM direkt vor Ort sein und Vorträge halten, sowie für Fragen zur Verfügung stehen.

Mein Bericht über den Vortrag von Johannes Huber, Mitarbeiter von Google in Irland, inklusive seines Foliensatzes, findet ihr hier.