Schlagwort-Archiv: Communities

Was ist was in Social Media?

was-ist-was-regalDie Kinder-und Jugendsachbuchreihe „Was ist was“ aus dem Tessloff-Verlag kennt wohl fast jeder von uns. Mittlerweile umfasst sie 130 Bände und Themen, die von „Unsere Erde“ (Band 1), über „Die Wikinger“, „Pyramiden“ und „Kriminalistik“ bis zu „Maya, Inka und Azteken“ (Band 130) reichen. Der Band „Social Media“ fehlt allerdings bislang in der Reihe. Doch auch bei diesem Thema sind immer wieder Unklarheiten und Ungenauigkeiten zu beobachten. Dieser Artikel soll dabei helfen, durch den Rückgriff auf aktuelle wissenschaftliche Literatur einige Lücken fundiert zu schließen. Weiterlesen

Die Doppelnatur der Genossenschaft

RuderbootRoman Herzog sagte 1998: “Der Genossenschaftsgedanke ist heute so funkelnagelneu wie vor 150 Jahren. Man müsste ihn erfinden, wenn er nicht bereits erfunden wäre”. Besser kann man es kaum formulieren, denn die genossenschaftlichen Werte und Prinzipien korrespondieren auch heute wieder stark mit der kulturellen Wertelandschaft in Deutschland.1

In dieser Folge der Artikelserie Genossenschaftsbanken werden einige Basics beleuchtet und die Frage beantwortet: Was sind Genossenschaften? Weiterlesen

Citibank sozialisiert Bonusprogramm mit Facebook

Citibank und FacebookAls Mittel zur Kundenbindung erfreuen sich Bonusprogramme und Kundenclubs immer größerer Beliebtheit. Inzwischen setzen auch einige Banken auf dieses Kundenbindungsinstrument, so etwa die Deutsche Bank als Partner der Deutschlandcard oder diverse Sparkassen mit dem Payback-Programm.

Eine neue Idee kommt nun aus den USA: Die Citibank ermöglicht den Teilnehmern ihres Bonusprogramms jetzt das gemeinsame Punktesammeln mit einer Facebook-App. Weiterlesen

Mit Social Media zu mehr Transparenz und Partizipation in Genossenschaftsbanken

VR Bank Logo Anders als bei den Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften, zu denen jeder Aktionär eingeladen wird, haben zu den Vertreterversammlungen vieler Genossenschaftsbanken nicht alle Mitglieder, sondern nur einige wenige (gewählte) Vertreter Zutritt. Social Media Anwendungen könnten hier in Zukunft für mehr Information, Transparenz und Partizipation der übrigen Mitglieder sorgen. Und damit auch zu einer Wiederbelebung von genossenschaftlichen Kernprinzipien. Stehen wir am Anfang einer neuen Entwicklung? Weiterlesen

Halbjahresbilanz der ASB-Filiale auf Facebook

ASB FacebookEin gutes halbes Jahr ist nun schon vergangen, seit die neuseeländische ASB Bank als erste Bank weltweit eine virtuelle Filiale auf Facebook einrichtete und damit globale Aufmerksamkeit als „first mover“ auf sich zog. Der Bericht darüber hier im Blog gehörte zu den ersten Artikeln dieses Blogs überhaupt.

Zeit also, eine Halbjahresbilanz zu ziehen und zu schauen, was die virtuelle Filiale der ASB Bank bewirkt hat. Weiterlesen

e-commerce auf Facebook

Facebook Logo

Werbung und Fanpages von Unternehmen gibt es auf FacebookTM schon länger. Nun starten auf den Fanpages aber auch die ersten Webstores, in denen direkt Produkte gekauft werden können.

Nachdem bereits DisneyTM und Sony PicturesTM den Verkauf von Kinotickets auf Facebook gestartet hatten, ist nun ein großer Player aus dem Konsumgüterbereich angetreten, einen Webstore auf seiner Fanseite zu installieren. Damit können nun auch physische Produkte direkt bestellt werden, ohne dass der User FacebookTM verlassen muss. Aber welchem Unternehmen hättet ihr eine solche first mover – Position zugetraut? Vielleicht AppleTM, NikeTM, AmazonTM oder Red BullTM? Weit gefehlt!

OK, AmazonTM ist immerhin daran beteiligt, verkauft dort aber bislang selbst keine Produkte. AmazonTM stellt vielmehr die e-commerce Plattform zu Verfügung, auf der der Webstore läuft. Das bedeutet, dass sowohl die Produktbeschreibungen, als auch -auswahl und der check out-Prozess über Amazon.com läuft. Der entscheidende Unterschied zwischen der FacebookTM-App und dem Standard-AmazonTM Webstore ist, dass der Store nun direkt in die Fanpage integriert ist, der Kunde FacebookTM für den Kaufprozess also gar nicht mehr verlassen muss.

Das Unternehmen, das dort jetzt über die Fanpage physische Produkte vertreibt, ist der US-amerikanische Konsumgüterriese Procter & GambleTM, der über FacebookTM nun Windeln seiner Marke PampersTM zum Verkauf anbietet. Warum Procter & GambleTM aus seinem riesigen Produktsortiment ausgerechnet Windeln als erstes Angebot bei FacebookTM ausgewählt hat, ist noch nicht bekannt.

Ein Zusammenhang ist allerdings mit dem Thema Online-Brand-Communities erkennbar. Auch hier war Procter & GambleTM bereits 2005 mit seiner Community Vocalpoint ein Vorreiter und auch hier gab es eine eindeutig anpeilte Zielgruppe: Mütter. Offensichtlich versucht P&G beim Start neuer Web 2.0 – Aktivitäten immer wieder gerade diese einflussreiche Kundengruppe ansprechen, bevor Angebote auch auf andere Zielgruppen ausgeweitet werden. Wie sonst ist es zu erklären, dass ausgerechnet Baby-Windeln als Versuchsballon ins Rennen geschickt werden und nicht beispielsweise Kartoffelchips der Marke PringlesTM.

Unabhängig von der Produktwahl lässt allerdings schon allein die Tatsache, dass nun über AmazonTM-Technologie Produkte auf einer Fanpage vertrieben werden, vermuten, dass dies einen großen Schritt in Richtung weiterer e-commerce-Angebote auf FacebookTM darstellen könnte.

Hier noch ein Screenshot des neuen PampersTM-Webstores auf FacebookTM (zum Vergrößern bitte anklicken).

Screenshot Pampers Facebookshop
Der erste Procter & Gamble Shop auf Facebook

Quelle: Mashable

Bildnachweise:

FacebookTM-Logo: iconspedia

Screenshot:             eigener Screenshot

Gerüchte über Kooperation zwischen Skype und Facebook

Skype Facebook -Logos
Facebook + Skype

Wie das Blog All Things Digital (ATD) heute unter Hinweis auf gut unterrichtete Quellen berichtet, steht in Kürze womöglich die Bekanntgabe einer weitreichenden Kooperation zwischen FacebookTM und dem Voice over IP-Anbieter (VoIP) SkypeTM bevor.

Die Verbindung zwischen SkypeTM und FacebookTM könnte es FacebookTM – Freunden ermöglichen, künftig über SkypeTM per Video-Chat, VoIP oder sms zu kommunizieren.

Die Partnerschaft würde die Kommunikations-Möglichkeiten bei FacebookTM stark ausweiten und für SkypeTM eine Erweitereung seiner derzeit etwa 124 Millionen Nutzer um bis zu 500 Millionen-FacebookTM -Nutzer bedeuten.

Dem Bericht zur Folge soll die Kombination mit dem in ein paar Wochen erwarteten Ende der Beta-Phase der SkypeTM-Version 5.0 möglich werden.

Ich werde beobachten was an den Gerüchten dran ist und darüber berichten.

Quelle und Originaltext: ATD

Bildquelle Logos: Iconspedia

Buchbesprechung / Rezension: Die Ich-Sender. Das Social Media Prinzip

Buch: Die Ich-Sender
Cover "Die Ich-Sender"

Auf dem Buchrücken wirbt der Business Village Verlag verheißungsvoll: „Eines der wohl meistgelesenen Bücher zu Social Media und Web 2.0“.  Die Tatsache, dass vor mir bereits die dritte Auflage dieses Buches liegt, das erst vor etwa einem Jahr erschienen ist, scheint die Beliebtheit das Buches zu bestätigen. Der Amazon-Verkaufsrang ist ebenfalls beeindruckend: Derzeit steht das Buch auf Platz 4 in der Kategorie „Online-Marketing“.

Auch der Autor, Wolfgang Hünnekens, hat einiges an Reputation zu bieten: Gründer des Institute of Electronic Business, Gastdozent für digitale Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und Universität St. Gallen und Mitinhaber der Agentur Publicis Berlin. Eine Menge Vorschusslorbeeren also für dieses Buch und Gründe genug, es einmal etwas näher zu betrachten.

Bereits am Anfang des Buches gibt der Autor dem Leser zwei Versprechungen mit auf den Weg: Wenn er das Buch zu Ende gelesen und die vorgestellten Tipps umgesetzt hat, solle er in der Lage sein, bei der Planung seiner eigenen Social Media Strategie präzise vorzugehen. Kurz darauf wird ihm dann vesprochen, dass sich das Buch nur auf die Highlights des Social Media Marketing beschränken würde.

Um es vorweg zu nehmen: dieses gut 150 Seiten starke Taschenbuch hält sich an das zweite „Versprechen“ und konzentriert sich tatsächlich (nur) auf die wesentlichen Schwerpunkte. Es ist in einer, auch für den Laien, verständlichen Sprache geschrieben und lässt sich leicht und schnell lesen. Dem Neueinsteiger verschafft es ein gutes Verständnis für Social Media, die Kultur des Web 2.0 und erklärt Aufbau und Funktion der wesentlichen Tools. Der Leser erhält einen Überblick über Foren, Newsletter, Communities, Blogs, Twitter und Podcasting.

Sehr angenehm ist auch, dass hier ein deutscher Autor am Werk war. Während  beispielsweise das Buch „Socialnomics“ von Erik Qualman voll von US-amerikanischen Beispielen ist, die der deutsche Leser teilweise eher schlecht nachvollziehen kann, werden für die Beispiele in „Die Ich-Sender“ meist vertraute Unternehmen wie BMW, Volkswagen oder Lufthansa verwendet.

Der Ansatz dieses Buches ist also gar nicht schlecht. Leider ist das Buch aber eben auf nur etwa 150 Seiten im Taschenbuchformat beschränkt. Das Phänomen Social Media ist dafür jedoch viel zu komplex. So werden die meisten Themen leider nur am Rande gestreift, wie beispielsweise auch Crowd Sourcing und Social Newssites. Immerhin für Twitter gibt es einen etwas ausführlicheren „3-Stufen-Plan“ und auch das Thema „Blogger-Relations“ wird etwas intensiver behandelt.

Fazit: Wer sich schon etwas länger mit dem Thema Social Media beschäftigt und bereits das eine oder andere Werk darüber gelesen hat, wird in diesem Buch nicht viel neues finden können. Auch die am Ende dargestellten Tools bringen keine wirklich neuen Erkenntnisse, es handelt sich dabei eher um die üblichen Mainstream-Tools.

Das Buch bietet dem Einsteiger einen Überblick über Social Media und die Web 2.0-Kultur. Nicht mehr und auch nicht weniger. Das Versprechen, danach bereits fit genug zu sein, um eine eigene Social Media Strategie planen zu können, halte ich jedoch für gewagt.

Ob es lohnt, 17,90 Euro für ein (Taschen-) Buch zu bezahlen, das nach dem Lesen mit ziemlicher Sicherheit im Bücherregal verstauben wird, überlasse ich jedem selbst.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich es aus der Bibliothek der UdK ausgeliehen habe und nun auch wieder zurückbringen kann. Das sollte ich auch bald tun, denn derzeit warten immerhin schon fünf (!) Vormerker sehnsüchtig darauf. Noch vor vier Wochen stand es dort einfach im Regal… ein Zeichen, dass das Thema Social Media wohl immer mehr Menschen ansteckt.