Suchmaschine Bing integriert Facebook

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Facebook und Microsoft haben heute bekannt gegeben, dass die Suchmaschine Bing von Mircosoft mit Facebook verknüpt wird. Mit der neuen Kombination sollen die Suchergebnisse von Bing durch eine stärkere Personalisierung („soziale Suche“) in Zukunft verfeinert werden. Damit soll sich sowohl die Suche nach Personen als auch die Suche nach anderen Resultaten verbessern. Und natürlich soll das -ganz nebenbei versteht sich- natürlich auch am Thron des langjährigen Suchmaschinenkönigs Google kratzen.

Auch wenn das, angesichts der Übermacht von Google, weiterhin schwierig sein dürfte, könnte Bing doch dank Imagetransfer von Facebook profitieren. Dadurch wirkt die Suchmaschine doch gleich etwas frischer und hipper. Worum geht es aber nun konkret bei der neuen Zusammenarbeit von Facebook und Bing?

„Soziale Suchergebnisse“

Die Idee, die dahinter steckt ist folgende: Gab man bislang in eine Suchmaschine beispielsweise „Rüdiger Hoffmann“ ein, so kamen unweigerlich zunächst die Ergebnisse zu dem bekannten Comedian. Vielleicht suchte man aber gar nicht nach ihm, sondern nach einem ganz nomalen Mitbürger mit dem gleichen Namen. Die Ergebnisse waren also nicht sofort zielführend. Künftig sollen, dank der Verknüpfung mit Facebook, nun bei Bing auch Ergebnisse erscheinen, die sich aus den sozialen Verbindungen des Suchenden bei Facebook ergeben.

Ergibt sich also, um im Beispiel zu bleiben, dass ein Rüdiger Hoffmann im eigenen sozialen Netzwerk bei Facebook verknüpft ist, so werden auch Ergebnisse zu ihm bei Bing angezeigt. Allerdings muss dieser Rüdiger Hoffmann zuvor in den Einstellungen seines Profils bei Facebook eine solche öffentliche Suche auch zugelassen haben.

„Gefällt mir“-Resultate

Interessanter könnte die neue Verbindung bei der Suche nach Produkten, Restaurants oder sonstigen Dienstleistungen werden. Hier soll der Suchende künftig in seinen Suchergebnissen angezeigt bekommen, wenn jemand aus seinem Facebook-Freundeskreis in der Vergangenheit den „Gefällt mir“-Button bei einem entsprechenden Suchergebnis geklickt hat. An dieser Stelle beginnt Social Media wirklich lebendig zu werden. Denn ein Suchergebnis, das mir anzeigt, dass ein Bekannter von mir dieses mag, kommt einer echten Empfehlung gleich. Es ist wie ein bookmark, ein Lesezeichen, im Web, wie wir es auch von Mister Wong und anderen Seiten kennen. Der entscheidende Unterschied aber ist, dass es ein bookmark von einem Freund ist, den ich kenne. Ich kann seine Meinung also viel besser einschätzen, als die eines mir unbekannten anderen Users.

Dadurch werden Suchergebnisse greifbarer, ja wertvoller. Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein „Gefällt mir nicht“-Button. Dann könnten auch negative Erfahrungen von Freunden in den Suchergebnissen dokumentiert werden. Aber soweit ist Facebook noch nicht und womöglich wird dieser Button auch nie kommen, denn kein Anbieter hätte natürlich Interesse an solchen Hinweisen von Freunden. Konsequent wäre er dennoch. Ich denke aber, dass auch die Funktion des „Gefällt mir“ sich als wirklich hilfreich in Suchergebnissen erweisen kann und mehr Zukunftspotential in sich birgt, als die neue „soziale“ Personensuche. Überhaupt macht die Suche nach Personen bei Bing derzeit wohl nur etwa vier Prozent der Anfragen aus.

Dies soll nur ein kurzer Vorabbericht und eine erste Meinung zu diesem top-aktuellen Themen gewesen sein, ohne schon tiefer in die Materie einzusteigen. Diskussionsstoff birgt es allemal. Vorhin las ich beispielsweise sogar schon den Kommentar „this is the Binginning of the end of facebook“.

Weitere Infos, Beispiele und Bilder gibt es auf den (englischsprachigen) Info-Seiten von Facebook und Bing zum Thema.

Infos von Bing gibt es hier

Infos von Facebook gibt es hier

Was haltet ihr von dieser neuen Kooperation? Werdet ihr eine öffentliche Suche in eurem Facebook-Profil gestatten? Sind für euch Suchergebnisse, bei denen eure Freunde den „gefällt mir“-Button geklickt haben hilfreicher? Ich freue mich auf Kommentare und Anmerkungen.

Quelle: Mashable

Grafik-Quelle: iconspedia

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