e-commerce auf Facebook

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Werbung und Fanpages von Unternehmen gibt es auf FacebookTM schon länger. Nun starten auf den Fanpages aber auch die ersten Webstores, in denen direkt Produkte gekauft werden können.

Nachdem bereits DisneyTM und Sony PicturesTM den Verkauf von Kinotickets auf Facebook gestartet hatten, ist nun ein großer Player aus dem Konsumgüterbereich angetreten, einen Webstore auf seiner Fanseite zu installieren. Damit können nun auch physische Produkte direkt bestellt werden, ohne dass der User FacebookTM verlassen muss. Aber welchem Unternehmen hättet ihr eine solche first mover – Position zugetraut? Vielleicht AppleTM, NikeTM, AmazonTM oder Red BullTM? Weit gefehlt!

OK, AmazonTM ist immerhin daran beteiligt, verkauft dort aber bislang selbst keine Produkte. AmazonTM stellt vielmehr die e-commerce Plattform zu Verfügung, auf der der Webstore läuft. Das bedeutet, dass sowohl die Produktbeschreibungen, als auch -auswahl und der check out-Prozess über Amazon.com läuft. Der entscheidende Unterschied zwischen der FacebookTM-App und dem Standard-AmazonTM Webstore ist, dass der Store nun direkt in die Fanpage integriert ist, der Kunde FacebookTM für den Kaufprozess also gar nicht mehr verlassen muss.

Das Unternehmen, das dort jetzt über die Fanpage physische Produkte vertreibt, ist der US-amerikanische Konsumgüterriese Procter & GambleTM, der über FacebookTM nun Windeln seiner Marke PampersTM zum Verkauf anbietet. Warum Procter & GambleTM aus seinem riesigen Produktsortiment ausgerechnet Windeln als erstes Angebot bei FacebookTM ausgewählt hat, ist noch nicht bekannt.

Ein Zusammenhang ist allerdings mit dem Thema Online-Brand-Communities erkennbar. Auch hier war Procter & GambleTM bereits 2005 mit seiner Community Vocalpoint ein Vorreiter und auch hier gab es eine eindeutig anpeilte Zielgruppe: Mütter. Offensichtlich versucht P&G beim Start neuer Web 2.0 – Aktivitäten immer wieder gerade diese einflussreiche Kundengruppe ansprechen, bevor Angebote auch auf andere Zielgruppen ausgeweitet werden. Wie sonst ist es zu erklären, dass ausgerechnet Baby-Windeln als Versuchsballon ins Rennen geschickt werden und nicht beispielsweise Kartoffelchips der Marke PringlesTM.

Unabhängig von der Produktwahl lässt allerdings schon allein die Tatsache, dass nun über AmazonTM-Technologie Produkte auf einer Fanpage vertrieben werden, vermuten, dass dies einen großen Schritt in Richtung weiterer e-commerce-Angebote auf FacebookTM darstellen könnte.

Hier noch ein Screenshot des neuen PampersTM-Webstores auf FacebookTM (zum Vergrößern bitte anklicken).

Screenshot Pampers Facebookshop
Der erste Procter & Gamble Shop auf Facebook

Quelle: Mashable

Bildnachweise:

FacebookTM-Logo: iconspedia

Screenshot:             eigener Screenshot

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