Berliner Volksbank goes Social Media

Berliner Volksbank Blog
Screenshot Berliner Volksbank Blog

Das neue Jahr ist nun gerade etwa zwei Wochen alt, da tut sich etwas im Genossenschaftssektor. Bislang war diese Bankengruppe vor allem mit ihren zentralen Verbundinstituten, wie beispielsweise der R+V, sowie kleineren, zum Teil aber sehr aktiven, Primärinstituten, wie der Volksbank Bühl oder aber der spezialisierten Ethikbank im Web 2.0 aktiv.

Mit der Berliner Volksbank wagt sich nun auch die größte regionale Genossenschaftsbank auf die Social Media – Bühne. Ein erster Eindruck.

Lessons learned?

Die Berliner Volksbank hat sich mit ihrem Start in die sozialen Medien vergleichsweise viel Zeit gelassen. Während beispielsweise der regionale Rivale Berliner Sparkasse schon länger auf Facebook & Co. aktiv ist, habe ich solche Aktivitäten meines ehemaligen Arbeitgebers bislang vermisst.

Die jetzige Premiere zu Beginn des Jahres 2011 jedoch wirkt orchestriert, professionell und von längerer Hand geplant. Die Volksbank startet nämlich gleich auf drei Kanälen (mit einem Blog, einem Twitter-Account und einer Facebook-Seite) ins Web 2.0-Zeitalter. Offensichtlich wurde hier das Social Web bereits längere Zeit beobachtet und zunächst an einer Strategie gearbeitet, statt mit einer „trial and error“- Offensive ins Mitmach-Netz zu starten.

Auch wenn die Berliner Sparkasse schon länger ihre Facebook-Seite bespielt, scheint der Erfolg bislang eher bescheiden zu sein. Angesichts der Größe dieses Institutes und seiner Dominanz im Berliner Retailgeschäft sind 1.417 „gefällt mir“ – Klicks doch eher dürftig. Der Vorsprung der Sparkasse ist für die Volksbank also durchaus noch einholbar.

Strahlende Gesichter

Facebook Berliner Volksbank
Screenshot Facebook Berliner Volksbank

Im Gegensatz zur Sparkasse, die visuell auf Facebook mit Berliner Fernsehturm und Weltzeituhr daherkommt, wirkt die neue Seite der Berliner Volksbank sehr viel persönlicher.

Hier kommuniziert man nicht mit einem Turm und einer Uhr sondern mit Menschen aus Fleisch und Blut. Die Bank gibt sich persönlich und zeigt die Menschen und Gesichter hinter der Seite. Das wirkt sympathisch. Lesson learned!

Bleibt zu hoffen, dass diese persönliche Note nun auch in der Online-Kommunikaton mit Kunden, Freunden, aber auch möglichen Kritikern ihren Ausdruck findet. Und dass auch die zweite Lesson gelernt wurde, nämlich dass Social Media nicht nur Senden bedeutet, sondern Dialog und Kommunikation auf Augenhöhe. Dies bleibt abzuwarten, der Anfang ist aber vielversprechend.

Natürlich ist auffällig, dass es sich bei allen Gesichtern der Bank auf Facebook & Co. bislang um Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation bzw. PR handelt. Wünschenswert für die Zukunft wäre ein Corporate Blog, bei dem auch Mitarbeiter zu Wort kommen, die keine Kommunikationsprofis sind.

Der Start der Berliner Volksbank ins Web 2.0 scheint aber insgesamt zunächst recht gut gelungen. Es wird deutlich, dass hier strategisch vorgegangen und aus Fehlern anderer gelernt wurde. Die weitere Entwicklung werde ich interessiert verfolgen.

Artikel-Tipps:

Markenführung in Social Media

Mit Social Media zu mehr Transparenz und Partizipation in Genossenschaftsbanken

Bildquelle: eigene Screenshots

6 Gedanken zu „Berliner Volksbank goes Social Media“

  1. Hallo,

    vielen Dank für die nette Einschätzung unserer neuen Aktivitäten. Ist doch schön, wenn auch ehemalige Kollegen uns so verbunden bleiben (und weiter beobachten) :-))

    Viele Grüße

  2. Vielen Dank für den Kommentar. Natürlich haben die „ersten Schritte“ der BVB im Web 2.0 mein Interesse geweckt. Insgesamt wirkt die Strategie aus heutiger Sicht tatsächlich recht gut geplant und scheint vor allem auf menschliche Kommunikation ausgerichtet zu sein.

    Da bislang (natürlich) noch zu wenig Inhalte vorhanden sind, als dass man auch diese schon wirklich bewerten könnte, möchte ich es zunächst bei dieser ersten Einschätzung belassen. Der Start gefällt mir aber zunächst recht gut. Viel Erfolg!

  3. Ich gratuliere der Volksbank Berlin zu diesem Schritt! Die Optik des Auftritts finde ich schonmal sehr ansprechend! Ich hätte der Volksbank allerdings empfohlen, den Blog auf die Hauptdomain berliner-volksbank/blog zu setzen. Mögliche Verlinkungen wären so auch der Hauptdomain zugute gekommen. Aber das ist sicher nur ein kleiner Schönheitsfehler. Jetzt bin ich gespannt auf die inhaltliche Strategie.

    1. @Matthias: Vielen Dank auch von meiner Seite für den interessanten Beitrag, auch wenn er natürlich den Druck erhöht. 😉 Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht und wollen bewusst auch die Geschichten hinter der Bank und deren Produkte erzählen.

      Ich hoffe, dass wir den ersten Eindruck auch beim zweiten Hinsehen bestätigen können.

      @Thomas: Vielen Dank für das optische Kompliment. Wir haben uns auch wirklich Mühe gegeben 😉 .

      Auch wir hätten gern unseren Blog physisch hinter die Hauptdomain gesetzt, nur leider wird dies derzeit durch unseren Rechenzentrumsanbieter nicht unterstützt. Aber es wurde ein Redirect hinterlegt, so dass der Blog auch unter http://www.berliner-volksbank.de/blog erreichbar ist.

      Ich hoffe wir lesen uns wieder
      Bis dahin herzliche Grüße
      Stephan Levin

  4. Vielen Dank auch von meiner Seite nochmal für das Interesse an dem Artikel und die Kommentare.

    Das Social Media Monitoring scheint im Hause der Berliner Volksbank jedenfalls auch bereits recht gut zu funktionieren, was ja durchaus ebenfalls eine sehr wichtige Grundlage für erfolgreiche Web 2.0 – Arbeit darstellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*