Chancen und Grenzen von nachhaltigem Banking

Das Geschäft mit nachhaltigen Bankprodukten boomt, wenn auch derzeit noch in der Nische. Doch eignet sich diese Form der Bankgeschäfte nur für die sozio-ökologischen Nachhaltigkeitsbanken, wie die Ethikbank, Umweltbank und GLS Bank? Oder stellen nachhaltige Bankprodukte auch eine Chance für konventionelle Banken dar? Dieser Fragestellung geht eine neue, sehr interessante, Studienarbeit nach, die ich gerne hier im Blog vorstellen möchte.

Verschiedene Formen der Bankenethik

Die im Rahmen des Themenfeldes „Social Entrepreneurship“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin entstandene Arbeit von Ingrid-Sofia Roth greift eine augesprochen interessante Fragestellung auf, die der Titel bereits erahnen lässt:

„Chancen und Grenzen von nachhaltigen Bankprodukten am Beispiel der GLS Bank und dem „Banking on Green“- Programm der Deutschen Bank“.

Sie vergleicht also die Chancen und Grenzen des nachhaltigen Bankgeschäfts einer Social Bank mit denen einer konventionellen Bank.

Bereits im zweiten Kapitel der Arbeit wird dabei deutlich, dass durchaus nicht nur eine einzige Form von Bankenethik existiert. Unter Bezug auf  die Arbeiten von Thielemann/Ulrich differenziert die Autorin vielmehr zwischen einer funktionalistischen, einer separativen und einer integrativen Bankenethik.

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird dargestellt, warum das „Banking on Green“- Programm der Deutschen Bank eher eine funktionalistische Form der Bankenethik darstellt, während die Bankgeschäfte der GLS Bank grundsätzlich einer integrativen Bankenethik zuzuordnen sind.

Unterschiedliche Zielgruppen

Deutsche BankDie Zuordnung des „Banking on Green „- Programms der Deutschen Bank zur funktionalistischen Bankenethik, bei der das ethische Handeln der Bank lediglich ein Instrument zur Erreichung eines Oberziels (Gewinnmaxierung) darstellt, darf jedoch nicht dazu verleiten, dieses pauschal als „greenwashing“ abzutun. Im weiteren Verlauf zeigt die Arbeit vielmehr auf, dass es auch auf der Nachfragerseite unterschiedliche Ansprüche und Anspruchsgruppen für ethische Bankgeschäfte gibt.

Es werden dabei sowohl Zielgruppen identifiziert, die sich stärker von einem integrativen Ansatz der Bankenethik angesprochen fühlen dürften, als  auch solche, für die der instrumentalistische Ansatz einen interessanten Weg darstellt.

Im 5. Kapitel der Studienarbeit wird schließlich anhand von konkreten Themengebieten analysiert, wo besondere Stärken des Ansatzes der GLS Bank und des „Banking on Green“- Programms festzustellen sind und worin die jeweiligen Grenzen bestehen. Zu den untersuchten Themengebieten gehören unter anderem „Neue Kundensegmente“, das Kreditgeschäft, Marketing und Social Media, sowie Personal.

Die Studienarbeit basiert auf einer umfassenden Auswertung einschlägiger und hochwertiger wissenschaftlicher Literatur, so dass eigentlich bereits die Quellen und das Literaturverzeichnis alleine schon ausgesprochen interessant sind. Sie stellt aber auch die einzige mir bekannte Arbeit dar, die das Thema Social Banking umfassend aus dieser Blickrichtung beleuchtet und ist sehr lesenswert. Die Arbeit umfasst 34 Seiten und enthält drei Abbildungen. Eine Vorschau auf das Inhaltsverzeichnis gibt es hier.

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