Zielgruppe Young Professionals

YoungYoung Professionals stehen am Anfang ihrer Karriere und zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Bildung aus. Aufgrund ihrer hohen Qualifikation haben sie gute Verdienstchancen und bilden damit eine sehr wichtige Zielgruppe für Banken.Doch wie beurteilen diese jungen Erwachsenen das Verhältnis zu ihrem Berater, wie hoch ist die Weiterempfehlungsbereitschaft und wie schätzt diese Zielgruppe ihr eigenes Verständnis für Finanzthemen ein? Eine Studie liefert Erkenntnisse.

Details zur untersuchten Zielgruppe „Young Professionals“

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer einer Online-Umfrage des Deutschen Instituts für Portfolio-Strategien, einer finanzwirtschaftlichen Forschungseinrichtung an der FOM Hochschule, betrug 27,7 Jahre. Die Befragten waren zu 62,5 Prozent männlich und zu 37,5 Prozent weiblich, sowie insgesamt zu 80,7 Prozent in Vollzeit berufstätig. Zudem verfügen mehr als 90 Prozent von ihnen über ein Abitur und nahezu genauso viele über eine abgeschlossene Berufsausbildung.*

Selbsteinschätzung und Überschätzung

Mehr als 80 Prozent der Befragten schätzen ihr subjektives Verständnis für Finanzthemen, insbesondere in Bezug auf Geldanlage und Altersvorsorge, als eher gut ein. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es dabei keine signifikanten Unterschiede. Bei den Männern sind es 84,3 Prozent, bei den Frauen 73,9 Prozent der Befragten, die ihr Finanzverständnis als gut beschreiben. Dementsprechend ist der Anteil derjenigen, die alle Entscheidungen über finanzielle Angelegenheiten alleine entscheiden, fast genauso hoch (32,7 Prozent), wie derjenigen, die sich persönlich von einem Berater der Bank oder Sparkasse beraten lassen (37 Prozent).

Young ProfessionalsDie meisten der Befragten geben hinsichtlich ihres Anlageverhaltens an, hauptsächlich traditionelle Finanzprodukte zu nutzen, wie Tagesgeldkonten (rd. 43%), Bausparverträge (rd. 38%) und Fonds (rd. 33%). Die Autoren der Studie schließen allerdings aus der Tatsache, dass auch die Young Professionals hier die negativen Folgen von Kosten und Provisionen (z.B. bei Bausparverträgen und Fonds) ignorieren, dass zwischen der dargestellten Selbsteinschätzung und dem tatsächlichem Wissensstand ein Lücke klafft. Selbst bei dieser hoch gebildeten Zielgruppe scheinen also teilweise deutliche Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Kunden zu bestehen.

Empfehlungsbereitschaft nicht signifikant ausgeprägt

Das Verhältnis zum Finanzberater wird von den meisten Befragten als überwiegend  vertrauensvoll, persönlich und rational bezeichnet. Dennoch würden ihn nur 53 % auch an Freunde weiterempfehlen. Auffällig ist hier der hohe Anteil derjenigen, die „weiß nicht“ angeben. Mit 32,1% ist sich immerhin ein knappes Drittel nicht sicher, ob es seinen Berater weiterempfehlen soll. Vielen der jungen Erwachsenen fehlen dafür einfach Vergleichserfahrungen. Zudem können sie die Unabhängigkeit des Beraters nicht einschätzen, so dass sie sich nicht in der Lage sehen, diesen uneingeschränkt zu empfehlen.

Für die vollständigen Ergebnisse der Studie klicken Sie bitte auf das nachfolgende Cover: FOM-Dips-Studie

Einen Bericht zu den Ergebnissen der Studie finden Sie auch im Online-Angebot der Westdeutschen Zeitung.

*Teilnehmer, die in der Finanzbranche oder in angeschlossenen Branchen tätig sind, wurden bei der Auswertung selektiert und ausgeschlossen.

Bildquelle: Pixabay.com (Public Domain, CC-Lizenz)

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