Who says a Bank can’t Rock ’n‘ Roll?!

Banken und Bankgeschäfte gelten gemeinhin als eher langweilig und wenig emotional besetzt. Dies gilt sicher erst recht für Jugendliche und junge Erwachsene. Musik hingegen wirkt außerordentlich emotional. Gerade im Jugendmarketing ist eine emotionale Aufladung der Marke mit Musik daher erfolgversprechend.

Am vergangenen Samstag fand in Berlin wieder einmal „Stars for Free“ statt, ein Konzert, das auch von der Berliner Volksbank gesponsort wird. Ich war vor Ort.

Stars for Free 2012

Der Berliner Radiosender 104.6 RTL veranstaltet bereits seit 16 Jahren das Open Air- Festival Stars for Free. Die 17.000 Karten für das Konzert können jedoch nicht gekauft, sondern nur beim Sender oder bei den Sponsoren gewonnen werden. Die Stars, die in diesem Jahr auf der Bühne standen, zeigt das folgende Video:

Social Banking einmal anders: 17.000 Winke-Hände

Neben Vodafone und Lichtenauer Mineralquellen ist auch die Berliner Volksbank bereits seit vielen Jahren Sponsor des Festivals. Bei ihr kann man die begehrten Tickets erhalten, indem man ein kostenloses VR-Startkonto mit einem „Guthaben“ von zwei Konzertkarten eröffnet. Doch die Bank zeigt auch beim Konzert selbst eine starke Präsenz:

Sie verteilt kostenlos an die Zuschauer überdimensionale Winke-Hände. Mit ihnen ist gleichzeitig ein Gewinnspiel verbunden, bei dem man 300 Euro Taschengeld gewinnen kann. Die Winkehände färben die Zuschauertribühnen geradezu in das bankeigene Orange. So gelingt es der Bank, eine weitaus stärkere Präsenz zu zeigen, als die beiden anderen Sponsoren.

Mit dem Slogan „Ein Händchen für gute Musik“ transferiert die Bank zudem bei den überwiegend jungen Zuschauern auch die positiven Emotionen des Ereignises auf das Bank-Image. Doch sie kann auch ganz handfeste Erfolge vorweisen.

Jugendliche Neukunden

In den vier Aktionswochen vor dem Konzert gelingt es der Berliner Volksbank regelmäßig, mit ihrer Ticket-Garantie etwa 2.200 neue junge Bankkunden zu akquirieren. Auch nach dem Konzert bleiben rund 90 % dieser Konten dauerhaft bestehen. Interessant ist, dass angabegemäß mehr als 75 % davon auch aktiv genutzt werden. Mit Gewinnspielaktionen während des Konzerts konnte die Bank in vergangenen Jahren außerdem jeweils ca. 6.000 Adressen sammeln, die im Nachgang kontaktiert wurden.1

Genießen Sie zum Schluss noch einige Impressionen des Konzerts:

Quelle der Angaben zur Kundenakquisition der Berliner Volksbank:

1 Gentzsch, Rainer: Marketing mit Gefühl, in: Duttenhöfer et al., Handbuch Kommunikationsmanagement: Anforderungen und Umsetzungen aus Agenturen, Banken, Sparkassen und Versicherungen, Franfurt am Main, 2005, S. 505 – 522

Bildquellen Artikel und Galerie: © Matthias Schubert

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