Geringe Erinnerung an Bankenwerbung

Commerzbank-Filiale am Kurfürstendamm Berlin
Commerzbank-Filiale am Kurfürstendamm Berlin

Die Werbeinvestitionen von Commerzbank und Deutsche Bank blieben in 2010 wirkungslos. Nach einer Studie von Brand Control sank die Erinnerung an Werbung der Deutschen Bank bei den Befragten von 27 Prozent im Januar 2010 auf nur noch 22 Prozent im Oktober. Trotz Werbeinvestitionen von 15 Millionen Euro ist die Werbeerinnerung in diesem Zeitraum um fünf Prozent zurück gegangen. Bei der Commerzbank sank diese sogar um sechs Prozent von 29 Prozent im Januar auf 23 Prozent im Oktober 2010.

Diese Ergebnisse sind für mich sehr interessant, da ich mich erst im vergangenen Sommer intensiv mit dem Themenkomplex Bankenwerbung in der Finanzkrise und deren Einfluss auf das Vertrauen der Kunden beschäftigt hatte.

Gründe für rückläufige Werbeerinnerung

Bei der Deutschen Bank wird vor allem die Diskontinuität des Werbedrucks für die rückläufige Erinnerung verantwortlich gemacht. Monaten mit hohen Werbeausgaben folgten solche mit geringeren Investitionen.

Bei der Commerzbank stand zunächst vor allem die Umstellung der Wort-Bild-Marke im werblichen Mittelpunkt. Die anschließende Kundencharta-Kampagne mit Mitarbeitertestimonials wurde als „Werbung mit Selbstverständlichkeiten “ kritisiert.

Insbesondere verfehlt die Werbung allerdings ihre Wirkung, weil sich das tatsächliche Verhalten der Banken nicht geändert hat. Die Diskrepanz zwischen Werbebotschaften und den tatsächlich empfundenen Leistungen der Bankberater sorgt weiterhin für ein lädiertes Image der Banken.

Artikel-Tipp: Bankenwerbung in der Finanzkrise (hier im Blog)

Quelle: Absatzwirtschaft

Bildquelle: Filiale der Commerzbank am Berliner Kurfürstendamm (eigenes Foto)

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